Musikverein Untermünkheim e.V.

Foto: Musikverein Untermünkheim e.V. 2013

Bereits zu DDR- Zeiten existierten Verbindungen unserer Kirchgemeinde nach Untermünkheim. Und spätestens mit der Wiedervereinigung wurde das Interesse sehr groß,die Leute auf der jeweils amderen Seite persönlich kennenzulernen. Was lange Zeit nur ein schöner Traum war,konnte endlich Wirklichkeit werden. Gegenseitige Besuche, gegenseitige Unterstüzung und der Austausch von Erfahrungen - wichtige Aspekte einer Partnerschaft - konnten nun in die Realität umgesetzt werden. Da dauerte es auch gar nicht lange, bis die Vertreter unserer Kirchgemeinde feststellten, dass Untermünkheim und Liebstedt so einiges gemeinsam haben, trotz jahrzehntlanger Beeinflussung durch unterschiedliche politische Systeme. So gab es hier wie dort ein Orchester. Und es wäre doch gelacht, wenn die Musiker beider Orte nicht zueinander finden würden. so, oder so ähnlich hatte man sich das damals gedacht. Georg Frannke, der "Chef"  der Lindenberger Blasmusik, setzte sich mit dem Gründervater des Untermünkheimer Musikvereins, Karl Müller sen., in Verbindung. Im November 1992 traten die Liebstedter dann die erste Reise an. Neugierig, aufregent und auch ein wenig skeptisch machten wir uns auf den Weg nach Untermünkheim. Was wird uns dort erwarten? Werden die Leute nett sein? Was nimmt man denen als Gastgeschenk mit? Worüber sollen wir uns unterhalten? Bei unserer Ankunft waren all diese Fragen in wenigen Minuten geklärt und alle Scheu vor dem Unbekannten war verflogen. Wir wurden sehr sehr nett empangen. Obwohl wir uns im November `92 zum ersten Mal sahen, hatten wir das Gefühl, gute Freunde wieder zu treffen. Im darauffolgenden Jahr konnte der Untermünkheimer Musikverein erstmals in Liebstedt begrüßt werden. Das Kreissängertreffen, welches zu dieser Zeit im Hof der Liebstedter Burg stattfand, wurde von den Lindenbergern und ihrem neunen Partnerorchester musikalisch umrahmt. Von nun an wurde es zur Tradition, das sich beide Orchester abwechselnd jedes jahr besuchten. 1994 wirkten die Liebstedter beim Jahreskonzert in Untermünkheim mit, und im Jahr darauf waren die Untermünkheimer wieder in Liebstedt. Die Lindenberger Blasmusik wurde damals ein Vierteljahrhundert alt, und es wurde in der Feldscheune ein Blasmusikfest veranstaltet. Mittlerweile waren viele private Freundschaften zwischen den Gästen und ihren Quatiereltern entstanden,die in der Zeit zwischen den Besuchen durch Telefonate und Briefe gepflegt werden. Bis heute ist es so geblieben, dass sich beide Vereine abwechselnt besuchen.